Anwendungsgebiete:

  • Mischwassersiebung an Entlastungsschwellen
  • Neuinstallation z.B. an Klärüberläufen, an Beckenüberläufen, an Regenüberläufen sowie an Notüberläufen.
  • Nachrüstung an den o.g. Einbauorten, meist ohne großen baulichen Aufwand möglich
  • Installation durch lediglich 600 mm Rundöffnung im Schacht möglich

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Das Problem

Bei starken Regenfällen gelangen aus Mischwasserentlastungen, trotz Anordnung von Tauchwänden, sehr viele Feststoffe (Schwimm- und Schwebgut) ungefiltert über die Entlastungsschwellen und verschmutzen so die Bauwerke oder Vorfluter.

Der weitergehende Feststoffrückhalt an Mischwasserabschlägen wird in verschiedenen Regelwerken empfohlen (VDMA 24657 ; DWA A 128; DWA A 166). Die Einleitung von Grobstoffen und anderem unansehnlichem Material ist darin auf ein annehmbares Maß zu beschränken. Die DIN EN 752 spricht hierbei vom Rückhalt von unästhetischen, organischen Grobstoffen (z. B. Toilettenpapier, Plastikfolien, Hygieneartikel).

Typische Anwendungsgebiete sind: Klär-, Becken-, Regen- und Notüberläufe

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Die Graphik verdeutlicht die Anordnung und Durchströmung des Rechens im Entlastungsfall an einer herkömmlichen Entlastungsschwelle.


Horizontale Anordnung :

  • Gleichförmige Durchströmgeschwindigkeit
  • 100 % Flächennutzung
  • Große Steifigkeit
  • Geringerer Energiebedarf

Der horizontale Stabrechen wird zulaufseitig an einer Entlastungsschwelle angeordnet. Das Misch-/Regenwasser durchströmt die Rechenfläche vertikal von unten nach oben. Das gesiebte, saubere Wasser fließt über die Schwelle in Richtung des Gewässers. Die unerwünschten Schwimm- und Schwebstoffe werden durch die horizontalen Stäbe (4,5 – 10 mm Stababstand) effizient zurückgehalten und abtransportiert. Die Abreinigung der Stäbe erfolgt niveaugesteuert mittels eines speziellen Harkenräumers, der das Siebgut in Siebguttaschen transportiert.

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Besonderheiten und Vorteile auf einen Blick:

  • Hohe Reinigungsleistung durch horizontalen Einbau und 100 %-iges durchströmen der vollen Fläche
  • Sichere Weiterleitung der Schwimm- und Schwebstoffe zur Kläranlage
  • Keine Konzentrierung von Siebgut an der Stabfläche dank Siebguttaschen zwischen den Elementen und somit kein verpressen möglich
  • Einfache Nachrüstung an Entlastungsschwellen und besonders gut geeignet für niedrige Bauwerke
  • Sehr flach aufbauender Rechen
  • Installation an seitlichem und doppelseitigem Wehr möglich
  • Maximaler Bemessungsabfluss bis 3000 l/sec. Für größere Abflüsse sind mehreren Einheiten zu verwenden.
  • Bis zu 5 Module mit einer hydraulischen Einheit
  • Stabiler Rahmen mit horizontalen und fest verschweißten Stäben, kein Nachstellen erforderlich.
  • Modulares System zum Nachrüsten auch durch kleine Öffnungen (ab Ø 600)
  • Vollautomatischer Betrieb durch die Steuerung mit Niveaumessung
  • Solider Hydraulikzylinderantrieb der Reinigungseinheit
  • Hydraulikaggregat mit biologisch abbaubarem Hydrauliköl zur Ansteuerung
  • Geringe Fließgeschwindigkeit durch den Rechen
  • Minimale hydraulische Verluste (≤ 100 mm)
  • Rechen und Rahmen in Edelstahl A2 oder A4 , Siebkamm aus TIVAR
  • Stababstände in 4– 10 mm verfügbar
  • Bidirektionale Reinigung
  • Berührungslose Niveausteuerung als Signalgeber der Rechensteuerung
  • Minimale Wartung von oben bzw. der sauberen Wasserseite