Das BIOGEST-SBR-Verfahren (Sequencing-Batch-Reactor) bietet viele Vorteile gegenüber herkömmlichen Belebtschlamm-Systemen im Durchlaufverfahren. Diese Vorteile stellen sich wie folgt dar:

  • 1. Geringere Installationskosten Jeder SBR-Reaktor vereint in einem Behälter die Funktionen eines Belebungsbeckens und eines Nachklärbeckens. Somit ist die Herstellung separater Bauwerke nicht erforderlich. Dies führt im Allgemeinen zu niedrigeren Bau- und Installationskosten in  einer Höhe von ca. 10% – 20% (z. B. im Vergleich zu einem Oxidationsgraben mit vergleichbarer Reinigungsleistung).

 

  • 2. Weniger Flächenbedarf Durch die Vereinigung eines Belebungs- und Nachklärbeckens in einem Funktionsbehälter verfügt die SBR-Kläranlage über einen deutlich geringeren Flächenbedarf von ca. 10 % gegenüber einer konventionellen Kläranlage. Das erforderliche Beckenvolumen kann im Regelfall um ca. 30 % reduziert werden.

 

  • 3. Gleichmäßig hohe Reinigungsleistung Die Tradition des SBR-Verfahrens geht zurück bis 1960, als die erste SBR-Kläranlage – seinerzeit noch unter der Bezeichnung der „Einbecken-Klärtechnik“ – in der Schweiz von unserem lokalen Partner realisiert wurde. Inzwischen sind mehr als 200 SBR-Kläranlagen von BIOGEST in Betrieb gegangen, sowohl in Deutschland als auch weltweit. Die Auslegung reicht von 100 bis 50.000 Einwohnergleichwerten. Verschiedene Typen von SBR-Kläranlagen gehören zu unseren Referenzen: Einstrassige Anlagen, zwei- und mehrstraßige Anlagen, abgedeckte und offene Anlagen, Anlagen für häusliche und industrielle Abwässer, usw. Einige interessante Referenzen sind:

 

  • 4. Kompensierung von StossbelastungenDie BIOGEST-SBR-Kläranlage verkraftet ohne weiteres wechselnde hydraulische und organische Belastungen, da der SBR-Reaktor auch als Ausgleichbehälter fungiert. Kurzschluss-Strömungen in den Anlagenablauf können nicht auftreten, da der Klarwasserabzug in einer von der Abwasserannahme getrennten Funktionsphase kontrolliert durchgeführt wird.

 

  • Im Gegensatz hierzu kann eine konventionelle Kläranlage im Durchlaufverfahren Stoßbelastungen nicht kompensieren, da diese gegebenenfalls im freien Durchfluss unkontrolliert durch das Belebungs- und Nachklärbecken In den Anlagenablauf gelangen. Während derartiger Betriebszustände kann die erforderliche Reinigungsleistung durch die Kläranlage nicht sichergestellt werden.

 

  • 5. Unbeeinträchtigte Sedimentation Da der Abwasserzulauf in den SBR-Reaktor während einer Sedimentationsphase unterbunden wird, sind stets ideale Absetzbedingungen garantiert. Dies ist in konventionellen Kläranlagen nicht der Fall, in welchen Stoßbelastungen den Sedimentationsprozess in einem Nachklärbecken stören und zu Schlammabtrieb in den Anlagenabtrieb führen können.

 

  • 6. Nährstoffelimination Die flexible Betriebsweise einer BIOGEST-SBR-Kläranlage ermöglicht die Durchführung der weiter¬gehenden Behandlungsschritte der Nitrifikation, Denitrifikation und der biogenen Phosphat-Elimination. In konventionellen Kläranlagen muss beispielsweise für die biogene Phosphat-Elimination ein zusätzlicher Behälter hergestellt werden.

 

  • 7. Kein Schlammpumpwerk Die räumliche Zusammenlegung von Belebung und Nachklärung in einem Behälter ermöglicht den Verzicht auf verbindende Rohrleitungen. Dies reduziert die Investitionskosten zusätzlich. Im Vergleich zu konventionellen „Durchlaufanlagen“ werden der Umfang an technischer Installation und somit auch die Störanfälligkeit der SBR-Kläranlage minimiert.

 

  • 8. Geringere Schlammproduktion Die SBR-Kläranlagen von BIOGEST werden als sogenannte „Schwachlast-Anlagen“ ausgeführt. Dies stellt eine gegenüber konventionellen Kläranlagen um ca. 20 % geringere Überschuss-schlammproduktion sicher. Dies reduziert letztlich die Kosten für die Schlammbehandlung (Entwässerung Transport etc.).

 

  • 9. Optimale Durchmischung und Belüftung Die Belüftung und Durchmischung eines SBR-Reaktors von BIOGEST erfolgt durch den Einsatz eines schwimmenden Oberflächenbelüfters. Dieser erbringt die erforderliche Sauerstoffeintragsleistung unabhängig von wechselnden Betriebswasserspiegeln mit konstanter Wirtschaftlichkeit. Demgegenüber ist das Sauerstoffeintragsvermögen und somit die Wirtschaftlichkeit beispielsweise feinblasiger Belüftungssysteme maßgeblich von deren Eintauchtiefe abhängig.

 

  • 10. Hohe Zuverlässigkeit Zudem gewährleistet die ausschließliche Verwendung von Edelstahl für Oberflächenbelüfter, Klarwasserabzüge, Rohrleitungen etc. für Standzeiten von ca. 20-30 Jahren. Damit kann die Zuverlässigkeit der gesamten Anlage maximiert und der Wartungsaufwand erheblich reduziert werden.

 

  • 11. Der SBR-Prozess Das Standard-SBR-Verfahren wird durch die folgenden Abbildungen erläutert. Bitte beachten Sie, dass die folgenden Zeichnungen nicht gleichwertig sind mit den angebotenen Geräten. Sie beschreiben nur die Funktion eines typischen SBR-Verfahrens.