Kanaltrenner werden in Trennkanalisationen eingesetzt und haben die Aufgabe, das aus Fehleinleitungen stammende Schmutzwasser bei Trockenwetter sowie das bei einsetzendem Regen von Dach- und Straßenflächen stammende mit Reifenabrieb, Öl und Treibstoffresten verschmutzte Regenwasser in die Schmutzwasserkanalisation und damit zur Kläranlage zu leiten. Kurz nach Beginn eines Regenereignisses soll das saubere Regenwasser in den Vorfluter geleitet werden.

Kurze Funktionsbeschreibung

Der Kanaltrenner besteht aus einem im Regenwasserkanal angeordneten Schachtbauwerk mit einer Verbindungsleitung zu einem Schacht des niedriger angelegten Schmutzwasserkanals und der erforderlichen Ausrüstung. Das Schmutzwasser gelangt vom Regenwasserkanal durch die Trockenwetterrinne und durch das vollständig geöffnete schwimmergesteuerte Verschlussorgan über die Verbindungsleitung zum Schmutzwasserkanal. Mit Hilfe der schwimmenden Tauchwand werden die Schwimm- und Leichtstoffe im Kanaltrenner zurückgehalten und in den Schmutzwasserkanal geleitet.

Die Verbindungsleitung wird in der Einmündung zum Schmutzwasserkanal mit einer Rückstauklappe versehen. Die Schachtsohle des Kanaltrenners ist niedriger angelegt als die Sohle des Regenwasserkanals. Dadurch entsteht ein Speicherraum für das zu Regenbeginn anfallende Schmutzwasser. Bei einsetzendem Regenwetter steigt die Wassermenge im Kanaltrenner. Das schwimmergesteuerte Verschlussorgan sorgt dafür, dass die für den Schmutzwasserkanal zulässige und vorher festgelegte Wassermenge nicht überschritten wird. Übersteigt die Wasserhöhe ein festgelegtes Maß, wird die Abflussöffnung zum Schmutzwasserkanal durch das Verschlussorgan bis auf ein einstellbares Restmaß verschlossen. Die Abflussmenge wird auf einen vorher festgelegten Wert eingestellt. Das saubere Regenwasser fließt durch den Regenwasserkanal zum Vorfluter. Nach dem Regenwetter sinkt der Wasserspiegel im Kanaltrenner und die Abflussöffnung zur Schmutzwasserkanalisation wird wieder vollständig freigegeben. Das sich noch im Kanaltrenner befindliche Restwasser mit den Schmutzstoffen wird zur Kläranlage geleitet.

  • Selbsttätige Funktion ohne Fremdenergie
  • günstige Baukosten
  • Spülung des Schmutzwasserkanals bei Einstau mittels Handauslösung möglich
  • geringe Wartungs- und Betriebskosten
  • Korrosionsbeständige Edelstahlkonstruktion aus Werkstoff 1.4301 o. 1.4571

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